Schützenfestvorbereitung das große Finale

Der aufregendste Tag des Jahres ist da! Nicht das Schützenfest, sondern das große Aufräumen vor dem Schützenfest ist die größte Herausforderung für den Hausmeister. An diesem Tag kommen ganz viele fleißige Helfer und die wollen koordiniert werden. Und jeder fühlt sich dann für einen bestimmten Bereich zuständig, egal, wie sinnvoll diese Tätigkeit erscheint. Die Hauptaufgabe des Hausmeisters besteht darin, die fleißigen Helfer zu koordinieren, so dass der Schießstand zum großen Fest im frischen Glanz erstrahlt. Hierfür muss der Hausmeister natürlich der erste am Platz sein.

Somit wurde mein ganzer Arbeitstag so eingeteilt, dass ich von zu Hause arbeiten kann, um möglichst früh an der Wirkungsstätte aufzutauchen, was mir auch gelang (Ziel 1 erreicht). Damit die Arbeiten auch möglichst effektiv gestaltet sind, muss eine gewisse Reihenfolge der Tätigkeiten vollzogen werden (insbesondere im Eingangsbereich). So ist es am Sinnvollsten, zuerst vorne den Rasen zu mähen und die Dachrinnen zu reinigen, anschließend den Bereich unter dem Schauer zu fegen, damit die Damen zum Schluss die Fenster putzen können.

Kaum angekommen am Schießstand, wurde alles fix aufgeschlossen, der Rasenmäher geschnappt und vorne gemäht. Zu dieser Zeit trafen auch schon die ersten Damen mit ihren Putzeimer ein. Der Gedanke war nur „hoffentlich fangen die jetzt nicht an, die Fenster zu putzen…“ Aber dann trafen schon die ersten Herren ein, denen Besen in die Hand gedrückt wurde, so dass vorne gefegt werden konnte. Und die Jungschützen haben traditionsgemäß die Dachrinnen von oben gesäubert. So lief hier auch schon mal alles nach Plan (Ziel 2 erreicht).

Die alte Herrenriege tat dass, was sie jedes Jahr tut: Sie hat die Schlaglöcher auf dem Platz bereinigt. Dies ist eine äußerst heilige Handlung und wer zu diesem Kreis hinzugehört, ist streng reglementiert. Dies entzieht sich auch den Hoheitsgewalt des Hausmeisters.
Die Damen hatten derweil eine große Putzkolonne gebildet und brachten die ganzen Innenräume auf Hochglanz.

Und so konnte sich um den KK-Stand gekümmert werden. Jeder Schütze, der jetzt zum Arbeitsdienst hinzukam, wurde zum Putzen auf dem KK-Stand angeworben. Der Sportleiter hat mit viel Fleiß und viel Improvisationsgeschick das rechte Halteseil des rechten 100m-Stands repariert.

Nach einiger Zeit, als fast alles fertig war, tauchte noch Hinni Kramer auf, der unbedingt den Rasen vom KK-Stand mähen wollte. Zunächst wollte ich dies vertagen, aber da er so darauf bestanden hat und ich natürlich darüber erfreut war, wurde dies auch durchgezogen.

Der Königsvater hat sich dann noch bereit erklärt, die alten Heizkörper, die in der Festhalle nicht mehr benötigt wurde und für schlechte Zeiten in den Schießstand gelagert wurden, der fachgerechten Entsorgung zuzuführen.

Der König hat diesmal schweres Equipement aufgefahren und eine große Kehrmaschine mitgebracht. So konnte der vordere Bereich fast klinisch gereinigt werden. Unser Tankwart/Campinplatzwärter/Nachwuchsbürgermeister hatte seine große Motorsense mit, die fachgerecht auf dem 100m-Stand eingesetzt wurde. So kann das Ziel hinten auch erkannt werden.

Als dann Dieter Schnoor die Grillwurst fertig hatte, kam der Tag zum perfekten Abschluss: Es wurde mehr geschafft, als geplant (Tagesziel erreicht). Schützenfest komm doch, der Schießstand ist bereit!

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