Die Wiese muss weg!

WieseFrühling zeigt sich von seiner besten Seite. Besonders auf dem KK-Stand. Die Wiese blüht, wächst und gedeiht. Aber das darf ja nicht so sein, denn es soll da nunmal geschossen werden. Das Nörgeln unserer Schützen wird auch lauter.

So hat der Hausmeister zum Hörer gegriffen, um beim Landmaschinentechnikbetrieb unseres Vertrauens nachzufragen, ob die Rasenmäher nach dreieinhalb Wochen endlich fertig sind. Es kam nur ein überraschtes „Huch, Zettel liegt hier im Fach, aber gar kein Vermerk, dass angerufen wurde…“ Egal, Hauptsache die Dinger sind fertig!

Jetzt kommt wieder die logistisches Herausforderung, die beiden Heilsbringer von der Werkstatt an den Heimatort zurückzubringen. Mit dem Fahrrad klappt das nicht so gut und in der Woche schon gar nicht, da man ja arbeiten muss. Da der Sportleiter zufällig eine Woche Urlaub hat, erklärte der sich bereit, die Mäher abzuholen. Aber wie es nunmal ist: Just an dem Tag, als er dies erledigen wollte, zog er sich eine Verletzung am Fuß zu, so dass dies nicht geklappt hat. Am Samstag konnte mich aber nichts aufhalten: Auto besorgt, Rasenmäher 1 abgeholt, Rasenmäher 2 musste noch vorher einen Noteinsatz bei einem anderen Mitglied machen, dessen Rasenmäher kurzfristig kaputt ging. Einsatz auf dem Stand sollte dann ein paar Stunden später sein, da vorher die erste Mannschaft noch einen Liegendwettkampf schießen musste.

Das traf sich ganz gut, so sind noch ein paar fleißige Helfer da (so dachte ich). Als der RasenmäherWettkampf abgeschlossen war, hatte aber keiner der Wettkämpfer mehr die Muße, noch zu mähen. „Das machen wir Montag…“, war der Tenor. Solche Aussage hat mich aber nicht aufgehalten, sondern nur noch mehr motiviert. Stand 1-10 wurden von mir fix alleine gemäht. Die Inspektion hat wahre Wunder vollbracht. Der Mäher ist richtig durchgerannt, so hat es auch nicht so lange gedauert, wie ich dachte. Das Gefühl war unglaublich erleichternd, als ich am Stand 10 angekommen war: Die Wiese wird kleiner!

Zwei Tage später haben Schnoor und der Däne ihr Versprechen eingelöst und die Wiese wegrestlichen Stände gemäht. Lediglich die Strecke 50m-100m blieb übrig, aber das ist nicht so wild.

Am Mittwoch hat es dann aber in den Fingern gejuckt: Ich wollte den Rest auch fertig haben, damit das Harsefelder Herrenfrühstück am Vatertag auch schmeckt. So wurde ein Mäher auf den letzten Abschnitt gebracht, angeschmissen und losgerannt. Blöd nur, dass man bei so einer Wiese nicht komplett den Untergrund betrachten kann, und es passierte, was abzusehen war: Bei voller Fahrt hab ich eine alte Bodenhülse übersehen, die ein wenig zu weit aus dem Boden ragt. Es gab ein lautes Knartschen und der Rasenmäher war aus. Und er ließ sich nicht wieder ankriegen. Ein Blick unter den Mäher hat das Ausmaß des Dramas gezeigt: Das Schneidblatt hat sich soweit verzogen, dass es an einer Seite den Rahmen trifft. So ist dieser Mäher außer Gefecht (DEFEKT!!!) und es setzt wieder das Grübeln ein, ob es eigentlich sinnvoll ist, was ich hier tue… Ich hatte grad mal die Hälfte geschafft. Aber jetzt war ich in Fahrt. So wurde der zweite Mäher geholt und der Rest abrasiert (mit besonderen Augenmerk auf mögliche Störgegenstände). Der defekte Mäher muss jetzt erstmal von unseren Spezialisten (Däne und Ölprinz) begutachtet werden. Hoffentlich lässt es sich schnell reparieren.

Ein späterer prüfender Blick auf das Mähwerk ergab, dass sich das Schneidblatt verdreht hat. Einmal abschrauben und wieder neu festmachen sollte reichen, um den Mäher wieder klar für den Einsatz zu machen. Glück gehabt.

Kurz: Wiese weg! Ein Rasenmäher wieder kaputt! Hausmeister erleichtert und zerknirscht!

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